Glossar

Channel-Conflict: Wenn Direktvertrieb und Partner um Kunden kämpfen

Stand: Juni 2026ChannelRecht
Channel-Conflict: Wenn Direktvertrieb und Partner um Kunden kämpfen
Auf einen Blick

Channel-Conflict entsteht, wenn ein Anbieter sowohl direkt als auch über Partner verkauft und beide Seiten auf denselben Kunden zugreifen. Prävention: klare Account-Regeln, Lock-Periods, transparente Pipeline und definierte Deal-Registration.

Definition
Channel-Conflict bezeichnet Konflikte zwischen Direktvertrieb eines Anbieters und seinen Vertriebspartnern um Kunden, Provisionen oder Pricing.

Typische Konfliktquellen

  • Direktvertrieb kontaktiert Bestandskunden eines Partners ohne Abstimmung
  • Partner bringt Lead, den Direktvertrieb bereits in der Pipeline hat
  • Unterschiedliche Preise zwischen Direkt- und Partner-Kanal
  • Cross-Selling-Diskussion: wer bekommt Folgegeschäft

Präventions-Bausteine

  • Deal-Registration: Partner meldet Lead vor Pitch an, dann gehört er ihm für X Tage.
  • Lock-Period: 6-12 Monate nach Erstabschluss Schutz vor Direktangebot.
  • Account-Mapping: bestehende Kunden klar zugeordnet.
  • Eskalations-Pfad: definierter Ansprechpartner im Partner-Team.

Häufige Fragen

Was ist Deal-Registration genau?

Partner reicht ein Lead-Formular ein. Bei Genehmigung gehört der Lead ihm für 30-180 Tage exklusiv, der Direktvertrieb darf ihn nicht bearbeiten.

Inhalt geprüft und aktualisiert am 17. Juni 2026 durch die Referrion Redaktion. Quellen: interne Plattform-Daten aus dem referrion-Netzwerk sowie offizielle Verbands- und Rechtsquellen aus dem DACH-Raum.

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