- Definition
- Ein Partnerprogramm ist ein strukturiertes Vergütungs- und Enablement-System eines Anbieters für externe Multiplikatoren, die Neukunden gewinnen oder Bestandskunden ausbauen.
Bausteine eines wirksamen Partnerprogramms
- Klar definierte Partnertypen (Reseller, Referral, Berater, Influencer)
- Provisionsmodell pro Typ und ggf. pro Programm
- Partnerportal mit Lead-Tracking, Marketing-Material und Auszahlungs-Übersicht
- Onboarding-Flow inkl. Vertrag und Datenschutzhinweis
- Definierte SLAs für Lead-Bearbeitung und Auszahlung
Provisionsmodelle im Überblick
Drei Standardmodelle dominieren: Erstauftragsprovision (5-20 Prozent einmalig), wiederkehrend (10-30 Prozent über Vertragslaufzeit) und Tipping (Fixbetrag je Termin). SaaS-Anbieter setzen meist auf wiederkehrend, Beratungshäuser auf Fixbetraege.
KPIs für Programme
Die fünf wichtigsten KPIs: - Aktivierungsquote (wie viele Partner empfehlen tatsächlich) - Leads je aktivem Partner und Quartal - Conversion Lead zu Kunde - Durchschnittlicher Deal-Wert via Partner - Cost per Acquisition gegenüber Direkt-Sales
Häufige Fragen
Ab wann lohnt sich ein Partnerprogramm?
Ab dem Punkt, an dem ein Anbieter mindestens 10-20 zufriedene Bestandskunden hat, die Empfehlungen aussprechen können. Vorher fehlt das Vertrauen am Markt.
Wie viele Partner sind realistisch im ersten Jahr?
50-150 aktive Partner sind im ersten Jahr realistisch, wenn Onboarding und Auszahlung sauber laufen. Mehr Volumen bringt selten mehr Output.
Brauche ich dafür eine eigene Software?
Ja. Ohne Tracking-Tool entstehen Streit und falsche Zuordnungen. Spezialisierte Plattformen wie referrion übernehmen Tracking, Auszahlung und Partnerportal.
